Weltrekordstamm aus dem bayerischen Staatswald
Ahornstamm aus dem Forstbetrieb Arnstein erreicht auf Wertholzsubmission Rekordergebnis

Hubert Weikhart, Laubholzkundenbetreuer der Bayerischen Staatsforsten, und der Leiter des Forstbetriebs Arnstein der Bayerischen Staatsforsten, Lothar Kiennen, mit dem Weltrekordstamm.
Arnstein, 16. März 2011 – Auf der diesjährigen traditionellen Wertholzsubmission konnte der Forstbetrieb Arnstein der Bayerischen Staatsforsten einen besonderen Erfolg verzeichnen. Mehr als 44.500 € zahlten der Furnierspezialist Mehling & Wiesmann aus Lohr am Main und das Karlstadter Furnierwerk Fritz Kohl für nur einen Bergahornstamm. Das ist Weltrekord. Noch nie wurde ein vergleichbar hoher Preis für solch einen Stamm gezahlt, da sind sich sowohl die Käufer als auch die Vertreter der Bayerischen Staatsforsten sicher. Der absolute Spitzenstamm der Submission und auch aller vergangenen Wertholzverkäufe ist ein 140 Jahre alter Bergahorn mit einer durchgehenden Riegelung aus dem Forstrevier Waldbrunn bei Würzburg.
Ausschlaggebend ist die besondere Maserung
Die Riegelung, was nichts anderes beschreibt als eine ganz bestimmte Maserung, macht aus einem normalen Bergahornstamm etwas ganz Besonderes. Es handelt sich dabei um eine wellenartige Verformung der senkrecht ausgerichteten Holzfasern und tritt bei allen Holzarten auf, häufig bei Ahorn und Nussbaum. Der Reiz dieser abnormen Wuchsform ist ein ständiges Lichtspiel zwischen hellen und dunklen Zonen, den so genannten Riegeln. Oft umfasst eine Riegelung nur den Stammfuß oder Stammteile, ein durchgehender Riegelwuchs wie bei dem Rekordstamm aus dem Forstbetrieb Arnstein kommt nur sehr selten vor, was den hohen Preis erklärt.
Exklusives Furnier für besondere Anwendungen
Aus dem wertwollen Holz wird natürlich auch etwas Besonderes – Edelfurniere für exklusive Innenausbauten in Banken oder Hotels auf der ganzen Welt. Hierzu wird der Stamm im Furnierwerk erstmal „gemessert“. Dabei wird dieser in hauchdünne Furnierblätter geschnitten. Bei einer Dicke von 0,52 mm entstehen aus einem Kubikmeter Holz bis zu 900 m2 Furnierfläche. Bei dem Weltrekordstamm mit einer Masse von knapp 4,5 Kubikmeter also rund 4000 m2, eine Ausbeute, die sich sehen lassen kann.
Wertholzsubmission auch insgesamt ein Erfolg
Während der diesjährigen Wertholzsubmission in Arnstein standen insgesamt rund 1700 Kubikmeter Laubwertholz zum Verkauf. Es handelte sich dabei überwiegend um Bäume aus den Wäldern der Bayerischen Staatsforsten sowie aus dem Wald des Juliusspitals in Würzburg. Das Angebot der beteiligten Forstbetriebe bestand aus 1.650 Kubikmeter Eiche und 46 Kubikmeter sonstigem Laubwertholz. Aus dem Wald des Juliusspital Würzburg wurden 20 Kubikmeter Eichenholz angeboten. An der Submission beteiligten sich knapp 30 Unternehmen, darunter Vertreter der fränkischen Furnier- und Sägeindustrie, Holzhändler sowie Fassholzkunden aus Frankreich. Das angebotene Eichenwertholz brachte im Durchschnitt 525 €/Kubikmeter und liegt damit um 10 € über dem Vorjahresergebnis.
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