Wassergewinnung im Wald: Bayerische Staatsforsten als fairer Partner der Kommunen

Für die Verlegung von Wasserleitungen im bayerischen Staatswald gelten ab sofort klare und einheitliche Regelungen. Darauf haben sich die Bayerischen Staatsforsten mit dem Bayerischen Gemeindetag, dem Bayerischen Städtetag und dem Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (VBEW) geeinigt.

Quellfassung

Ausgehend von der Quellfassung wird das Wasser durch den Wald zu den Hochbehältern oder den Wasserwerken geleitet.

Mit Unterzeichnung der neuen Rahmenvereinbarung als Muster für künftige Vertragsabschlüsse konnten die seit mehreren Jahren bestehenden Unklarheiten hinsichtlich Art und Höhe der Entschädigung für die Verlegung von Wasser- und Abwasserleitungen bereinigt und ein positiver Schlusspunkt unter intensive Verhandlungsrunden gesetzt werden.

Der für den Staatsforst zuständige Forstminister Helmut Brunner zeigte sich höchst zufrieden: „Die Vereinbarung stellt sicher, dass die Wasserpreise für die Bürger sozialverträglich bleiben und gleichzeitig der Staatsforstbetrieb einen fairen Ausgleich für Einschränkungen erhält“.

„Allein der mit dem Vertrag erwirkte Bürokratieabbau ist für sich schon ein positives Ergebnis“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Dr. Rudolf Freidhager. Mussten in der Vergangenheit viele Entschädigungspositionen einzeln und teils über teure Gutachten ermittelt werden, gelten nun einfache und moderat bemessene Pauschalen. Aktuell stehen bereits rund 40 neue Wasserleitungsverträge für den Staatswald auf Basis der neuen Grundlage zur Unterzeichnung an. Die kommunalen Spitzenverbände und der VBEW hoben positiv hervor, dass nun klar geregelt ist, in welchen Fällen künftig Einmalzahlungen und wann laufende Entschädigungen für neue Leitungsverlegungen zu leisten sind. Zudem kann auf Wunsch zur langfristigen Sicherung der Investition die Leitung im Grundbuch eingetragen werden.

Das Wasserleitungsnetz im Staatswald weist eine Gesamtlänge von ca. 1.500 Kilometern auf und erstreckt sich mit den zugehörigen baulichen Anlagen über eine Waldfläche von rund 1.000 Hektar.



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