Staatswald-Förster bauen auf Ökoenergie
Die Bayerischen Staatsforsten haben den Schalter auf Grün gestellt: Ab Juli bezieht das Waldunternehmen den Strom weitestgehend aus erneuerbaren Energien wie Wasser, Wind oder Biomasse. Mit Ökostrom versorgt werden neben der Zentrale in Regensburg bayernweit nahezu 300 Betriebsgebäude.
Alle bisherigen Stromlieferverträge wurden gekündigt. Zum Stichtag 1. Juli beziehen die BaySF bereits zu 80 Prozent Ökostrom. Bis Jahresende wird die Ökostromversorgung gänzlich auf den neuen zentralen Anbieter umgestellt. Neuer Partner bei der Stromversorgung sind die Elektrizitätswerke Schönau, die sich für eine nachhaltige wie zukunftsfähige, dezentrale Energieversorgung einsetzen und bundesweit über 75.000 Kunden mit Ökostrom beliefern.
„Die Bayerischen Staatsforsten arbeiten auch in punkto betrieblicher Umweltschutz im grünen Bereich“, so Vorstandsvorsitzender Dr. Rudolf Freidhager anlässlich der Umstellung. So sei der Umstieg nur die logische Konsequenz, wenn man eine umfassend verstandene Nachhaltigkeit ernst nehme.
Die Bayerischen Staatsforsten setzen sich das Ziel, mittelfristig den Kohlendioxidausstoß um elf Prozent zu senken. Der Umstieg auf Ökostrom ist ein erster Schritt hierzu. Das Unternehmen benötigt jährlich rund 1,7 Millionen Kilowattstunden Strom. Im Vergleich zum bisherigen Strombezug aus fossilen Energieträgern reduziert die unternehmensweite Umstellung den Ausstoß des Treibhausgases CO2 um rund 600 Tonnen pro Jahr.
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Kommentare
Erich Daum
27.08.2008 - 13:07 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren,
mir hat der Artikel und besonders die damit vebundene Zielsetzung gut gefallen. Ich habe daher in unserer Gemeinde (Oberfranken, 5000 Einwohner) angeregt, dem Beispiel zu folgen und ebenfalls auf Ökostrom umzusteigen. Leider wurde mein Antrag im Gemeinderat abgelehnt mit dem Argument, dieser Strom sei um 50-100% teurer als herkömmlicher Strom.
Stimmt das?
mit freundlichen Grüßen
Erich Daum