Aiwanger irrt: Schwarzwild wird in den bayerischen Staatswäldern intensiv bejagt

Pressemitteilung vom 07.03.2011

Schwarzwild

Regensburg, 07.03.2011 –Schwarzwild wird im Staatswald scharf bejagt. Allein in der Regiejagd der Bayerischen Staatsforsten sind im laufenden Jagdjahr knapp 8.000 Wildschweine zur Strecke gekommen. Die Empfehlungen zur Schwarzwildbejagung in Bayern werden vorbildlich umgesetzt.

Die Bayerischen Staatsforsten setzen zur notwendigen Reduktion von Schwarzwild auf die verstärkte Durchführung möglichst revierübergreifender Bewegungsjagden. Vielfach sind die Bayerischen Staatsforsten mit ihrem qualifizieren Personal vor Ort die Initiatoren für erfolgreiche, revierübergreifende Jagden. Gleichzeitig setzen sich die Staatsforsten für eine revierübergreifende Zusammenarbeit zum Beispiel zu abgestimmten Kirrkonzepten ein, um die Nahrungsenergieeinträge in Schwarzwildpopulationen zu minimieren.

Die Bayerischen Staatsforsten haben hierfür einen klaren gesetzlichen Auftrag. Hinzu kommt ein hohes Eigeninteresse, das Schwarzwild scharf zu bejagen. Zwar fallen Schäden im Wald im Vergleich zu den Schäden in der Landwirtschaft deutlich geringer aus. Dennoch verursachen Wildschweine zunehmend Fraßschäden an ungezäunten Kulturen (insbes. Eichensaaten). Bucheckern und Eicheln, die für die Naturverjüngung erforderlich wären, werden aufgefressen (insbesondere bei Sprengmasten). Eichen- und Buchennaturverjüngungen werden ausgerissen und die Wurzeln abgebissen. Das gleiche gilt in verstärktem Maße für aufwändige Pflanzungen dieser Baumarten. Hinzu kommt, dass Schwarzwild ohne weiteres in der Lage ist, Kulturzäune zu durchbrechen. Diese sind bei Anwesenheit von Schwarzwild nur schwer wilddicht zu halten.

Die Einwirkmöglichkeiten der Staatsforsten sind in diesem Zusammenhang jedoch begrenzt. Lediglich 30% der Bayerischen Wälder sind Staatswald. Zieht man hiervon die großen Waldflächen ab, die kein oder bzw. kaum Schwarzwild beherbergen (z.B. Hochlagen der Mittelgebirge und das Hochgebirge), wird der Anteil noch kleiner.

Den Aussagen von Herrn Aiwanger, Freie Wähler, wonach die Staatsforsten die Wildschweine „vielfach gerne im Wald“ sähen, „weil sie den Boden auflockern und Rehkitze fressen“, wird energisch widersprochen. Auch der Vorwurf, die Schwarzwildjagd im Staatsforst werde „nur halbherzig betrieben“, stößt auf Unverständnis: Wenn revierübergreifende Bewegungsjagden stattfinden, dann häufig auf Initiative der Bayerischen Staatsforsten. Das in diesem Zusammenhang gezeigte große Engagement der Beschäftigten der Bayerischen Staatsforsten wird von Herrn Aiwanger leider nicht entsprechend gewürdigt.

 



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Kommentare

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heinrich hammer
07.03.2012 - 22:08 Uhr

Herr Aiwanger hat leider recht und die Staatsforsten leider einen sehr guten Kontakt zur Presse.