Walderlebnispfad „Erlebe Bruder Wald“
Schüler legen Barfußpfad als erste Station des geplanten Walderlebnispfades in Bamberg an.

Mit Spaß bei der Sache: Schülerinnen und Schüler des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums in Bamberg bauten die erste Station des für 2013 geplanten Walderlebnispfades "Erlebe Bruder Wald".
Raus aus dem Klassenzimmer, rein in die praktische Arbeitswelt im Wald. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6c des E.T.A. Hoffmann-Gymnasiums Bamberg haben ihre Projektwoche am Ende des Schuljahres im Wald sichtlich genossen.
Die Sechstklässler haben im Distrikt Bruderwald der Bayerischen Staatsforsten die erste Station des geplanten Walderlebnispfades „Erlebe Bruder Wald“ angelegt. Die Arbeit mit den eigenen Händen machte den Schülerinnen und Schülern nach einem Schuljahr, bei dem vor allem Sitzfleisch gefragt war, viel Spaß. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung machten sich die jungen „Waldarbeiter“ mit Säge, Schäleisen und Wiedehopfhaue an die Aufgabe. Voller Elan wurden der Bewuchs auf der Trasse „gefällt“, die Trasse ausgekoffert oder Robinien als Begrenzungshölzer entrindet.
Unter der fachkundigen Anleitung der zuständigen Revierleiterin, Ellen Koller, und mit Unterstützung durch Forstwirte des Forstbetriebs Forchheim entstand so nach einer Woche Bauzeit und einigen Blasen an den Händen ein knapp 80 Meter langer, raupenförmiger Pfad, die sogenannte „Barfußraupe“. Der Pfad ist in Abschnitte unterteilt, die mit unterschiedlichen Bodenbelägen ausgestattet sind: Kieselsteine, Baumrinde, Moos, verschiedene Zapfenarten, Hackschnitzel oder Tannennadeln. Kaum war der Pfad fertig gestellt, zogen auch schon die ersten Spaziergänger ihre Schuhe aus und erlebten barfuss wie sich Waldboden anfühlt im Vergleich zu Stein-, Holz- oder Zapfenbelag.
Die „Barfußraupe“ ist die erste Station des für 2013 geplanten Walderlebnispfades „Erlebe Bruder Wald“, der von den Bayerischen Staatsforsten in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Forstverwaltung und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg umgesetzt und mit Mitteln der besonderen Gemeinwohlleistungen der Forstverwaltung bezuschusst wird . An gut 20 Stationen soll vor allem für Schüler aus und um Bamberg die Möglichkeit geschaffen werden, Wald und Forstwirtschaft zu erleben und zu verstehen. Für den Forchheimer Forstbetriebsleiter Stephan Keilholz gehört auch die Vermittlung der Grundlagen und des Zwecks der Waldbewirtschaftung zu den wesentlichen Aufgaben der Bayerischen Staatsforsten: „Wir müssen gerade junge Menschen davon überzeugen, dass nachhaltige Forstwirtschaft unsere Lebensgrundlagen sichert durch die Bereitstellung des nachwachsenden Energieträgers und Ökobaustoffes Holz“.
Für die Schülerinnen und Schüler des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums ist jedenfalls das Kapitel Wald mit der abschließenden Andacht und Zeugnisausgabe am Walderlebnispfad nicht abgeschlossen. Als Paten der „Barfußraupe“ werden sie auch beim Unterhalt des Pfades Themen rund um Wald und Forstwirtschaft erleben.
Folgt man vom Waldeingang am Klinikum Bamberg der Forststraße immer gerade aus, erreicht man die Barfußraupe nach etwa 700 m.
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