Sandstein aus dem Nürnberger Reichswald für Delphinlagune

Die erste von 30 Sprengungen: Der Sandstein wird für den Bau der neuen Delphinlagune im Nürnberger Zoo verwendet. (Foto: Josef Lang)
Ein lauter Knall signalisierte den Beginn der Bauarbeiten. Am Mittwoch vergangener Woche fand die erste von dreißig geplanten Sprengungen im Worzeldorfer Wald statt. Rund 150 Gäste waren Zeuge, als um zwölf Uhr mittags die Erde bebte. Staubfontänen schossen aus den mit Sprengstoff gefüllten Bohrlöchern.
Das Spektakel dient der Gewinnung von Worzeldorfer Sandstein. 1200 Tonnen des begehrten Materials werden aus dem Staatsforst im Nürnberger Reichswald in den sieben Kilometer entfernten Nürnberger Zoo gebracht, wo sie im geplanten Delphinbecken verbaut werden. Rund 550 Kubikmeter Sandstein werden in den kommenden Wochen abgebaut, die Arbeiten sollen bis Juni 2011 abgeschlossen sein
In ganz Europa hatten die Experten des Tierparks nach passendem Material gesucht, mit dem die Delphinlagune optimal in die Landschaft des Nürnberger Tiergartens eingepasst werden sollte. Die Festigkeit muss genau passen, der Stein sollte vom Salzwasser nicht angegriffen werden und die Oberfläche keine scharfen Kanten aufweisen, an denen sich die Tiere verletzen könnten. Fündig wurde man schließlich vor der eigenen Haustüre im Forstbetrieb Nürnberg. So wird die Lagune ein Produkt „Made in Frankonia“!
Der gewählte Worzeldorfer Burgsandstein hat eine lange Tradition in Nürnberg. Durch zahlreiche historische Bauwerke wie die Nürnberger Burg wird das Stadtbild Nürnbergs bis heute nachhaltig geprägt. Als neustes Bauwerk kommt nun die Delphinlagune des Nürnberger Tiergartens dazu. Was für Kaiserburg, Opernhaus, Stadtmauer und Heilig-Geist-Spital gut genug war, dürfte auch Delphinen und Seelöwen ein angemessenes Zuhause bieten.
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