Forstbetrieb Freising stellt Naturschutzkonzept vor

Der Forstbetrieb Freising der Bayerischen Staatsforsten stellte sein Naturschutzkonzept vor.
Seine Erfindung ist in aller Munde, seinen Namen kennen aber nur Fachleute. Hans-Karl-von-Carlowitz hat im 18. Jahrhundert den Begriff der Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft geprägt. Man kann davon ausgehen, dass Carlowitz dieser Tage viel Freude an einer Veranstaltung am nach ihm benannten Platz in Freising gehabt hätte. Denn in den Räumen der dort ansässigen Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft hat der Forstbetrieb Freising der Bayerischen Staatsforsten sein Naturschutzkonzept vorgestellt.
Über siebzig Vertreter von Kommunen, Behörden und Verbänden waren zugegen, als der Freisinger Forstbetriebsleiter Dr. Alfred Fuchs und der Naturschutzbeauftragte Klaus Huschig das Konzept offiziell präsentierten. Kernaussage: Gemeinsam mit den sozialen und ökonomischen Aspekten der Waldnutzung gehört die ökologische Nachhaltigkeit zu den Eckpunkten einer modernen, naturnahen Waldbewirtschaftung. Das zentrale Ziel der Bayerischen Staatsforsten ist es dabei, die natürlichen Lebensräume von Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und zu verbessern. Aus diesem Grund werden in jedem der 41 Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten regionale Naturschutzkonzepte formuliert und umgesetzt, die genau auf die regionalen Gegebenheiten abgestimmt sind.
Die Grundausrichtung für den Forstbetrieb Freising fasst Dr. Fuchs so zusammen: „Wir schützen alte und seltene Waldbestände und nutzen junge Baumbestände zurückhaltend. Schwerpunkte setzen wir beim Artenschutz: Biotopbäume und Totholz sind Lebensraum für eine Vielzahl an Lebewesen, daher steht beides unter besonderem Schutz. Darüber hinaus sind 68 % der Forstbetriebsfläche amtliche Schutzgebiete, in denen spezielle Regeln gelten. Wir wollen mit unserem Naturschutzkonzept unseren Beitrag leisten, dass die Vielfalt in unseren Wäldern erhalten oder sogar ausgebaut werden kann“. Ziele also, denen nicht nur die anwesenden Gäste gerne zugestimmt haben. Auch Hans-Karl-von-Carlowitz hätte sicherlich zustimmend genickt.
<- Zurück zu: Aktuelles

Kommentare
Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden