Bundesnaturschutgrossprojekt Waldnaabaue

Die Waldnaabaue präsentiert sich als ein Mosaik aus Feuchtwiesen, feuchten Wäldern und Moorflächen, in deren Zentrum mit der "Tirschenreuther Teichpfanne" (= Land der 1000 Teiche) eine der größten und ältesten Teichregionen Deutschlands liegt. Das Gebiet wird auf mehr als 3.000 ha von keinen öffentlichen Verkehrswegen durchschnitten und ist deshalb für die Öffentlichkeit, aber auch für Land- und Forstwirtschaft, nur wenig erschlossen. Anfang der 1980’er Jahre, wurde die Bedeutung der Waldnaabaue für den Arten- und Biotopschutz und insbesondere für die Avifauna deutlich. Im Jahr 1998 wurde dann ein Antrag auf Aufnahme in das Förderprogramm "Naturschutzgroßprojekte von gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung", vom Landkreis Tirschenreuth als Träger gestellt. Im Jahr 1999 wurde dieser Antrag vom Bundesamt für Naturschutz unter dem Titel "Waldnaabaue“ bewilligt. Das Gesamtprojektgebiet umfasst (einschließlich Kerngebiet von 1.600 ha) insgesamt 3.200 ha und wurde auf die Dauer von 10 Jahren (nachträglich verlängert bis 2011) angelegt und mit 4,5 Mio. Euro Finanzvolumen (75 % Bund, 15 % Freistaat Bayern, 10 % Landkreis Tirschenreuth) ausgestattet. Die Bayerischen Staatsforsten sind mit 1.500 ha an dem Projekt beteiligt, wobei ca. 420 ha davon im Kerngebiet liegen. Das wesentliche Ziel des Projektes ist die Entwicklung ehemaliger Teichstandorte zu Feuchtbiotopkomplexen um den Erhalt des engen Mosaiks aus Kultur- und Naturlandschaft zu sichern. Als Erfolge sind bereits zahlreiche seltene Arten zurückgekehrt bzw. haben sich deren Bestände deutlich erholt. Beispielhaft sind hier zu nennen: Fischadler, Seeadler, Kranich, Schwarzstorch, Kreuzotter, diverse seltene Libellenarten u.v.m..
Das Bundesnaturschutz Großprojekt „Waldnaabaue“ ist eines von 74 Projekten in Deutschland (davon 8 in Bayern) und ist als wassergeprägte Landschaft einzigartig.
Die Zusammenarbeit mit der Projektleitung und dem Landkreis Tirschenreuth ist von Anfang an zielorientiert und erfolgreich gewesen.
