Lebensraum für Kreuzotter und Co.

Kreuzotter- Reptilienschutzprojekt

Im Revier Mistelgau des Forstbetriebes Pegnitz sind Vorkommen der Reptilienarten Wald- und Zauneidechse, Blindschleiche, Ringelnatter und Kreuzotter bekannt. Mit einem Projekt zur Wiederherstellung und Förderung von Lebensraumstrukturen sollen die Lebensbedingungen dieser Reptilienarten verbessert werden.

Lichte Kiefernwälder mit Beerkraut- und Schneeheidevegetation, Wiederaufforstungsflächen, ehemalige Steinbrüche oder steinige Hangkanten eignen sich besonders für die Entwicklung von Reptilienlebensräumen. Auch verbreiterte Wegeränder mit „Lichtnischen“ werden gerne von den Kriechtieren genutzt.

Die Maßnahme wurde zu Beginn des neuen Jahrhunderts gestartet, indem alle 15 Meter Mulchergassen geschaffen und auf rund 4-5 Meter verbreitert wurden, um den Lichteinfall zu begünstigen. Natürlich neigen solche Verhältnisse mit der Zeit zum „Zuwachsen“ und es wird notwendig, lichte Stellen künstlich zu erhalten.

Extra bereitgestellte kleine Holzpolter sind für die bedrohten Tiere ein Schutz im Winter. Stellenweise wurden die Schneisen und Wegränder verbreitert, um wertvolle Lichtnischen für Reptilien zu schaffen. Die Biotopstrukturen werden auch künfig vom Forstbetrieb Pegnitz durch Mahd oder Mulchung gepflegt.

Das Projekt ist ursprünglich zurückzuführen auf Untersuchungen von. , Privatdozent Dr. Wolfgang Völkel (Seybothenreuth) für ein Artenhilfsprogramm des Landesamtes für Umwelt, Augsburg.