Biotopverbund Scheere

Das Biotopverbundprojekt Scheere ist der Versuch, auf einer ehemaligen Windwurffläche ein vielgestaltiges Mosaik von Trocken- und Feuchtbiotopen entstehen zu lassen.
Während des Orkanereignisses Kyrill zerstörte eine Windhose auf einer Fläche von mehr als 4 ha den vorher weitgehend geschlossenen Fichten-Waldbestand völlig und hinterließ eine breite Schneise von entwurzelten oder abgeknickten Bäumen. Auch aufgrund der Standortseigenschaften – ein stark wassergeprägter Boden am windexponierten Westhang des Fichtelgebirges – fiel es den beteiligten Forstleuten des Forstbetriebes Fichtelberg leicht, hier eine Landschaft zu planen, die mit dem vormaligen, geschlossenen Fichtenwald eher wenig gemein hat.
Ziel ist jetzt vielmehr ein buntes Mosaik von Trockenbiotopen und Feuchtflächen,zu schaffen, das vielfältige Lebensräume für Schwarzstorch und Kreuzotter, Auerhuhn und Libellen bieten soll. Fachliche Unterstützung leistete bei dem Projekt Diplom Biologe Dr. Wolfgang Völkl.
Mit einem Moorbagger wurden die alten Entwässerungsgräben verschlossen und an geeigneten Stellen Kleingewässer mit Flach- und Tiefwasserzonen angelegt. Als wichtige Strukturen für Reptilien wurden Baumwurzeln aufgeschichtet und Steinhaufen zusammengetragen.
Am Westrand der Fläche pflanzten freiwillige Helfer des Fichtelgebirgsvereins eine Hecke aus heimischen Sträuchern und Bäumen, für die sie auch in den kommenden Jahren als „ihr“ Biotop die Patenschaft übernommen haben und sich regelmäßig um die Pflege kümmern wollen.
