In Teufels Küche: Das Geotop Teufelsküche Obergünzburg

Teufelsküche
Die Teufelsküche in Obergünzburg ist ein Geotop aus der Nacheiszeit

Teufelsküche Obergünzburg

Art des AngebotsWandern, Naturdenkmal
Zeitbedarfca 1 Stunde
Kilometerknapp 1 km
Schwierigkeitsgradmittel
Rundwegnein
Rollstuhlgerechtnein
BesonderheitenFeste Wanderschuhe sind zu empfehlen
Anreise durch öffentliche Verkehrsmittelja

Kurzbeschreibung

Die Natur hat im Geotop „Teufelsküche Obergünzburg“ auf einer Verebnung im Günztal eine Ansammlung riesiger Blöcke wild neben- und übereinander gestapelt.
Während der Mindel-Eiszeit wurden die Schotter in unmittelbarer Nähe des damaligen Eisrandes abgelagert. Über lange Zeiten hinweg wurden die einzelnen Gerölle durch Kalkabscheidung aus dem stark kalkhaltigen Grundwasser zu einer festen Masse verbacken (Nagelfluh, „Herrgottsbeton“).  In der Nacheiszeit  lösten sich große Blöcke aus der darüberliegenden, steilen Abbruchkante, und glitten auf dem rutschigen Untergrund talwärts.

Der umliegende Wald zeichnet sich durch Artenvielfalt am Boden und in der Baumschicht aus. Alle typischen Baumarten des Alpenvorlandes sind vertreten: Buche, Esche, Bergahorn, Bergulme, Fichte, Weißtanne, Kiefer, Eibe. So bietet die Wanderung geologische und botanische Höhepunkte.

Weitere Informationen finden Sie am Geotop oder im Internet (siehe Links).

Unmittelbar vor Ort lädt die denkmalgeschützte, historische Schloß-Mühle Liebenthann zum Einkehren und Verweilen ein. Denn neben einer Gasstätte und einigen Ferienwohnungen bietet der Eigentümer auch Vorführungen seiner wieder in Betrieb genommenen alten Sägemühle an. Von dort lässt sich auch noch ein kleiner Abstecher zum einstigen Schloß der Fürstäbte des Hochstifts Kempten auf der westlichen Steilhangkante über dem Tal der Östlichen Günz machen. Dort zeugen noch heute ein Burgstall und ein tiefer Brunnenschacht von der alten Zeit.

Weitere Einkehrmöglichkeiten: in der Umgebung vorhanden; gehobene Hotelerie in Obergünzburg

Anfahrt

Mit dem Auto:
Von Obergünzburg fahren Sie Richtung Ronsberg. Nach etwa 2,5 km, 220 m nach dem Weiler Seesen, kommt auf der linken Seite die Abzweigung nach Liebenthann. Gegenüber befindet sich der Parkplatz für Besucher der „Teufelsküche“ (Hinweisschild).

Mit dem Bus:
Fahren Sie mit der Linie Obergünzburg-Ronsberg bis zur Bushaltestelle Seesen (siehe Links).

Übersichtskarte/Wegbeschreibung

Vom Parkplatz aus folgen Sie bitte den Hinweisschildern und erreichen das Geotop in ca. 15 Minuten.


Größere Kartenansicht

Links

http://www.lfu.bayern.de/geologie/fachinformationen/geotope_schoensten/index.htm