Auf der Pirsch nach Hirsch: Schaufütterung von Rotwild in Vorderriß

Wintergatter Vorderriß
Um zu verhindern, dass Rotwild verhungert oder durch Verbiss große Schäden an den wichtigen Bergwäldern anrichten, werden Wintergatter eingerichtet.

Wintergatter Vorderriß

Art des AngebotsWildbeobachtung
Zeitbedarf2 Stunden
Kilometer0,5 km
Schwierigkeitsgradmittel
Rundwegnein
Rollstuhlgerechtnein
Besonderheiten 
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmittelnnein

Kurzbeschreibung

Könige der Berge:
Majestätisch und elegant, stark und mächtig: Rothirsche werden auch die Könige der Berge genannt. Wer schon ein­mal ein Exemplar der größten, deutschen Wildart gesehen hat, versteht warum. Bei einer Schulterhöhe von bis zu 160 cm können Rothirsche etwa 200 kg schwer werden. Bis zu 20 Geweihspitzen verleihen dem ausgewach­senen Hirsch ein überaus imposantes Aussehen.
Rotwild ist von Natur aus eine scheue Wildart, das ur­sprünglich offene Landschaften bewohnte. Die eigentlich tagaktiven Wiederkäuer sind gerne ungestört und verlegen ihre Nahrungssuche deshalb immer mehr in die Nachtstun­den. Sie leben in nach Hirschen und Hirschkühen getrennten Rudeln. Jedes Rudel wird von einem Leittier angeführt, nur sehr alte Hirsche leben gelegentlich als Einzelgänger.

Vollpension im Winterquartier:
In den kalten und schneereichen Monaten finden die Tiere in höheren Lagen nicht mehr genug Nahrung und machen sich auf den Weg in flachere Gefilde. Diese für Rotwild typischen Wanderungen über zum Teil hunderte Kilometer sind heute oft nicht mehr möglich, da die dichte Besiedelung des Menschen die Wanderwege immer wieder durchkreuzt. Um zu verhindern, dass Tiere im Winter verhungern oder durch Verbiss große Schäden an den wichtigen Bergwäldern anrichten, werden von einigen Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten Wintergatter eingerichtet um dort das Rotwild zu füttern.
Hier kann man sie alle sehen: Mächtige Hirsche, junge Kälber, erfahrene Alttiere und natürlich die männlichen Junghirsche, Spießer genannt.
Je nach Umgebung und Witterung nimmt ein ausgewachsenes Tier bis zu 20 kg Futter täglich auf, ohne dabei be­sonders wählerisch zu sein: Gräser und Kräuter, Knospen und Zweige, Blätter und Eicheln, aber auch Kastanien, Kartoffeln und Rüben stehen auf dem Speiseplan. Dazu noch bis zu zehn Liter Wasser, und fertig ist das Menü. Der Tagesablauf ist recht klar strukturiert: Nahrungssuche - Fressen - Wie­derkäuen - Ruhen. Insgesamt verbringt Rotwild bis zu sieben Stunden mit der Nahrungsaufnahme.

Öffnungszeiten:          27. Dezember bis Anfang Februar
Fütterungszeiten:       Mittwoch und Freitag von 15:30 bis 17:00 Uhr
Gruppenführungen:   Gruppen bis 50 Personen erhalten Führungen auch außer­halb der
                                      Öffnungszeiten (frühzeitige Anmeldung erforderlich)
Shuttle-Bus:                Buchung über Verkehrsamt Lengries (Tel.: 08042/50180)
Ansprechpartner:       Hubert Reiser, Berufsjäger, Vorderriß 15, 83661 Lengries
                                       (Tel.: 08045 207; Mobil: 0171-8665971)

 
Hunde dürfen leider nicht mit!

Anfahrt

Mit dem Auto:
Nach Bad Tölz gelangen Sie entweder über die A 8, wenn Sie an der Anschlussstelle 97 „Holzkirchen“ der B 13 folgen oder über die A 95, wenn Sie an der Anschlussstelle 8 „Penzberg / Iffeldorf“ zuerst der ST 2063 und später der B 472 folgen. Von Bad Tölz aus fahren Sie auf der B 13 Richtung Lenggries. Passieren Sie Lenggries und fahren Sie weiter nach Fall und von dort aus weitere 8 km bis Vorderriß. In Vorderriß folgen Sie bitte den Hinweisschildern

Mit dem Bus:
Die Gemeinde Lenggries bietet einen speziellen Shuttle-Service mit einem entgeltlichen Bus nach Vorderriß an (siehe Kurzbeschreibung).

Übersichtskarte/Wegbeschreibung


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